Wolgadeutsche in Argentinien Teil der argentinischen Kultur, Teil deutscher Geschichte
Mit der wolgadeutschen Auswanderung gelangten deutsche Dialekte, Lieder und Traditionen nach Argentinien, wo sie über Generationen weitergegeben wurden. Wie dieses Erbe heute gelebt wird und welche Möglichkeiten es für die Zusammenarbeit eröffnet, war Thema der Veranstaltung „Wolgadeutsche in Argentinien – Teil der argentinischen Kultur, Teil deutscher Geschichte“ am 17. September 2026 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin.
Organisiert wurde der Abend von Riwwel gUG, Warum бы и nicht, Warum Nicht Südamerika und dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, in Partnerschaft mit der Municipalidad de Valle María, djo Regenbogen LV Berlin e.V., FADADAV und der IDRH gGmbH.
Die argentinische Botschafterin Betina Pasquali de Fonseca und Ilja Zeider aus dem Büro des Bundesbeauftragten begrüßten die Gäste. Gustavo René Hein, Präsident der Abgeordnetenkammer der Provinz Entre Ríos, ging in seiner Ansprache auf die gesetzliche Anerkennung und den Schutz der wolgadeutschen Dialekte ein.
Wie dieses Erbe vor Ort gepflegt wird, veranschaulichte Bürgermeister Mario Sokolovsky mit einem Einblick in die Geschichte und heutige Kulturarbeit seiner Gemeinde Valle María. Zwei Fachvorträge erweiterten den Blick auf die Wolgadeutschen in Argentinien insgesamt: Kulturkoordinator Darío Wendler zeichnete historische Ereignisse nach, während Pablo Kriger seine Forschungsarbeit zu der Frage vorstellte, wie viele Wolgadeutsche heute im Land leben. Zwischen den Beiträgen waren Helena Goldt und Cosmonautix mit russlanddeutschen Liedern zu hören.
Die Netzwerkzeit bot Raum für persönliche Gespräche und das Kennenlernen verschiedener Projekte. Vorgestellt wurden die Zeitschrift „Brückenbauer Revista“ und die Arbeit des Verbands FADADAV; zu probieren gab es Kwast, Wassermelonenhonig und Mate. Für die IDRH stellte Öffentlichkeitsreferentin Katharina Haupt gemeinsam mit Pablo Kriger von Warum Nicht Südamerika die Broschüre „Von der Wolga nach Paraná – Geschichte und Zukunft der Wolgadeutschen in Entre Ríos“ vor.



















