Gesellschaft im Spiegel von Fake News, Intoleranz und Antisemitismus

Datum: Nov./Dez. 2025
Ort: Frankfurt am Main

Im November und Dezember 2025 führte das Referat Jugend, Bildung und Kultur unter der Leitung von Ilya Fedorov die Museumsreihe „Gesellschaft im Spiegel von Fake News, Intoleranz und Antisemitismus“ in Frankfurt am Main durch. Die Stationen reichten vom DialogMuseum über das Jüdische Museum bis zum Museum für Kommunikation.

Den Auftakt bildete am 22. November der Besuch des DialogMuseums an der Hauptwache. Im Format „Dialog im Dunkeln“ bewegte sich die Gruppe durch vollständig abgedunkelte Räume und erlebte alltägliche Situationen ohne Sehvermögen. Begleitet von sehbehinderten und blinden Guides war die Gruppe auf Orientierung, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung angewiesen. Im anschließenden Gespräch wurden Eindrücke eingeordnet und Fragen gestellt. Der Austausch bot Raum, eigene Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen und Barrieren aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten.

Bei einem Besuch des DialogMuseums erwartete uns eine Führung der ganz besonderen Art.

Am 11. Dezember folgte der Besuch des Jüdischen Museums Frankfurt. Die Dauerausstellung zeigt jüdisches Leben in Frankfurt vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und macht dabei historische Brüche ebenso sichtbar wie Kontinuitäten. Ein Schwerpunkt lag auf der Entstehung und den Erscheinungsformen von Antisemitismus. Anhand von Dokumenten, Biografien und multimedialen Stationen wurde nachvollziehbar, wie tief judenfeindliche Denkmuster historisch verankert sind und bis heute fortwirken. Zugleich vermittelte die Ausstellung jüdisches Leben als aktiven Teil der Stadtgeschichte mit eigener Kultur, Gegenwart und Widerstandskraft.

Gruppenfoto vor dem Jüdischen Museum Frankfurt

Den Abschluss der Reihe bildete am 17. Dezember der Besuch des Museums für Kommunikation. In einer Führung durch die Ausstellung „NACHRICHTEN – NEWS“ setzte sich die Gruppe mit der Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Nachrichten auseinander. Thematisiert wurden frühe Formen der Nachrichtenübermittlung, die Entwicklung von Printmedien und die Rolle von Nachrichtenagenturen. Ein weiterer Fokus lag auf Fake News, gezielter Verzerrung von Informationen und der Nutzung von Medien als Instrument politischer Einflussnahme. Der Rundgang verdeutlichte, wie technischer Fortschritt Informationszugang erweitert und zugleich neue Herausforderungen mit sich bringt. In der abschließenden Diskussion ging es um Verantwortung im Umgang mit Nachrichten und um die Rolle der Medien in einer demokratischen Gesellschaft.

Wir bedanken uns bei den Guides und den Institutionen für die interessanten Einblicke und das herzliche Willkommen! Und natürlich danke an alle, die an den Führungen teilgenommen haben.