Demokratie beginnt im Gespräch
Vom 7. bis 9. November sowie vom 19. bis 21. Dezember 2025 fand in Idstein ein mehrtägiges Seminar zur wertschätzenden Kommunikation statt, das von IDRH-Referent Ilya Fedorov organisiert und von der Trainerin Natalia Sunik geleitet wurde. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit den Grundgedanken der wertschätzenden Kommunikation nach Marshall Rosenberg und deren Bedeutung für einen respektvollen, reflektierten Austausch im persönlichen wie im gesellschaftlichen Alltag.
In zwei Seminarphasen kam die Gruppe zu intensiven und inhaltlich eng aufeinander aufbauenden Trainingseinheiten zusammen. Die Räumlichkeiten des Seminarhauses boten einen konzentrierten Rahmen, um eigene Kommunikationsmuster wahrzunehmen, einzuordnen und weiterzuentwickeln.
Thematisiert wurden unter anderem der konstruktive Umgang mit Konflikten, das Führen von Diskussionen in herausfordernden Situationen sowie der Ausdruck von Meinungsverschiedenheiten, ohne das Gegenüber zu verletzen oder abzuwerten.
Das Seminar war bewusst dicht gestaltet und verband theoretische Impulse mit zahlreichen praktischen Übungen, die Raum für Selbsterfahrung und Austausch eröffneten. Die Inhalte begleiteten die Gruppe über den gesamten Tagesverlauf hinweg und setzten sich in Gesprächen während der gemeinsamen Mahlzeiten fort, wodurch ein kontinuierlicher Reflexionsprozess entstand, der über die formalen Trainingseinheiten hinauswirkte.
Inhaltlich gliederte sich das Seminar in zwei Schwerpunkte. Zunächst standen die Grundlagen der wertschätzenden Kommunikation im Fokus, darunter die bewusste Unterscheidung von Beobachtung und Bewertung sowie der Zusammenhang zwischen Gefühlen, Bedürfnissen und Bitten. Darauf aufbauend widmete sich der zweite Teil dem vertieften Verständnis für die Bedürfnisse des Gegenübers und einem empathischen, respektvollen Umgang miteinander, insbesondere in Situationen von Spannung oder Konflikt.
Das Seminar kreierte eine geschützte Plattform für Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen biografischen und sozialen Hintergründen und trug dazu bei, gegenseitiges Verständnis zu fördern. Es stärkte die Fähigkeit zum aktiven Zuhören, schärfte den Blick für eigene Haltungen und unterstützte einen bewussteren Umgang mit Sprache als Grundlage eines wertschätzenden Miteinanders.
Herzlichen Dank an Natalia Sunik für diese herausragende Multiplikatorenschulung! Danke an unsere Gastgeber in Idstein, die uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellten und zu guter Letzt ein großer Dank an alle, die dabei waren.















