Auf den Spuren der Wolgadeutschen

mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten, den Organisationen Riwwel gUG und Stiftung Verbundenheit, der Initiative Warum Nicht Südamerika sowie zahlreichen Akteurinnen und Akteuren der Provinz Entre Ríos

Im 19. Jahrhundert wanderten zahlreiche Wolgadeutsche aus dem Russischen Reich nach Argentinien aus und gründeten insbesondere in der Provinz Entre Ríos neue Siedlungen. Bis heute sind dort kulturelle, religiöse und sprachliche Spuren dieser Geschichte sichtbar.

Eine Delegationsreise im Jahr 2026 brachte Vertreter verschiedener Organisationen und Institutionen aus Deutschland und Argentinien zusammen. Im Mittelpunkt standen die Auseinandersetzung mit der Geschichte wolgadeutscher Auswanderer, Besuche historischer Orte, Gespräche mit lokalen Akteuren sowie der Austausch über Formen der Erinnerungs- und Kulturarbeit.

Diese Begegnungen waren der Anstoß, einen Rahmen für internationale Begegnung und fachlichen Austausch zu schaffen. Zugleich bot die Reise die Möglichkeit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Kooperationen anzustoßen und Einblicke in die heutige Präsenz wolgadeutscher Gemeinschaften in Argentinien zu gewinnen.

MEDIA-Expo

Am 16. März 2026 fand in der Casa Grande in Paraná (Provinz Entre Ríos, Argentinien) eine Media-Expo als Präsentationsplattform für Projekte zur Geschichte und Kultur der Wolgadeutschen in Argentinien statt. Vorgestellt wurde die zweisprachige Broschüre „Von der Wolga nach Paraná: Geschichte und Zukunft der Wolgadeutschen in Entre Ríos“, die in Kooperation zwischen der IDRH und der Initiative „Warum nicht Südamerika“ auf Grundlage einer privaten Reise durch wolgadeutsche Siedlungsgebiete in Argentinien im Jahr 2025 entstanden ist. Ergänzt wurde das Programm durch die Präsentation der „Brückenbauer Revista“ sowie die Ausstellung „Wolgadeutsches Kulturerbe in Argentinien“ der Stiftung Verbundenheit in Kooperation mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland.

Presse mitteilung

des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten: „Beauftragter Fabritius im Austausch mit Riwwel gUG“ (08.05.2026)

Foto: BMI

Am 6. Mai 2026 traf sich der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, im Bundesministerium des Innern mit Vertreterinnen und Vertretern der russlanddeutschen Organisation Riwwel gUG.

An dem Gespräch nahmen seitens Riwwel Geschäftsführer Nikita Heidt sowie Alexander Staver, Martin Traverso und Boris Lorer teil. Ebenfalls anwesend war Katharina Haupt, Bildungsreferentin der Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen (IDRH).