Dr. Viktor Krieger (*1959, Gebiet Dschambul, Kasachstan) arbeitet seit April 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg.
Er studierte in Nowosibirsk und promovierte an der Akademie der Wissenschaften in Alma-Ata. Mehrere Jahre war er als Hochschullehrer in der Stadt Dschambul tätig. 1991 siedelte er in die Bundesrepublik über. Nach diversen beruflichen Stationen im Generallandesarchiv Karlsruhe und am Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart nahm er seit 1999 an einigen Projekten am Seminar für Osteuropäische Geschichte, Universität Heidelberg teil. Zuletzt arbeitete er als freiberuflicher Historiker und Lehrbeauftragter des Historischen Seminars an der Universität Heidelberg.
Forschungsschwerpunkte: Dr. Viktor Krieger forscht und lehrt zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen im Kontext des multikulturellen Vielvölkerstaates Russland bzw. UdSSR. Seine besonderen Schwerpunkte sind: Wolgadeutsche; Stalinismus; Germanophobie; deutsche Minderheit in Zentralasien; Anpassung, Nonkonformität und Widerstand; Bildungsgeschichte und -traditionen; Identität und Erinnerungskultur; Geschichtsvermittlung.