Wir verabschieden uns
Russlanddeutsche Selbstorganisationen in Hessen nehmen Abschied von Rudolf Friedrich
Am 9. Juli 2026 ist Rudolf „Rudi“ Friedrich im Alter von 90 Jahren verstorben. Wir als russlanddeutsche Selbstorganisationen in Hessen nehmen Abschied von einem langjährigen Fürsprecher, der sich unermüdlich für die Belange von Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedlern eingesetzt hat.
Mit der Schaffung des Amtes des Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler übernahm Rudolf Friedrich 1999 als Erster diese Aufgabe. Er trug maßgeblich dazu bei, das Amt mit Leben zu füllen und ihm eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und den Verbänden der Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedler zu geben. Sein Ziel war es, die Anliegen dieser Gemeinschaften dauerhaft in der Landespolitik zu verankern und ihnen eine verlässliche Bezugsperson innerhalb der Landesregierung zu geben.
Für die russlanddeutsche Gemeinschaft in Hessen war Rudolf Friedrich stets ein engagierter Ansprechpartner. Er begleitete die Aufnahme und Integration zahlreicher Landsleute, suchte regelmäßig den Austausch mit den Verbänden und setzte sich dafür ein, dass ihre Anliegen Gehör fanden.
Unserer Mitgliedsverbände verbinden mit Rudolf Friedrich persönliche Begegnungen, gemeinsame Veranstaltungen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er nahm Anteil an der Entwicklung unserer Selbstorganisationen, unterstützte ihre Arbeit und begegnete den Menschen stets mit Offenheit, Respekt und großem Interesse.
Für seinen langjährigen Einsatz und seine Verdienste um die Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedler sind wir ihm außerordentlich dankbar. Wir werden Rudolf „Rudi“ Friedrich als geschätzten Wegbegleiter in ehrender Erinnerung behalten.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

