Einwanderungsgeschichte in Deutschland

Datum: 16. - 18. Oktober 2026
Ort: Bonn

In Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut (GSI) veranstalteten wir vom 16. bis 18. Oktober 2026 in Bonn die Multiplikatorenschulung „Einwanderungsgeschichte in Deutschland“. Unter der Leitung unseres Bildungsreferenten Ilya Fedorov beleuchteten wir die Bedeutung von Migration für die gesellschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik.

Rund 3.800 Exponate erzählen im Haus der Geschichte in Bonn von politischen Umbrüchen, persönlichen Lebenswegen und dem Alltag der Menschen in Deutschland seit 1945.

Im Seminar „Migrationsgeschichte in Deutschland“ setzte sich die Gruppe mit den historischen Entwicklungen der Einwanderung auseinander. Daniel Weber, Leiter der Abteilung Politische Bildung des GSI, erläuterte, wie Migration insbesondere seit dem Zweiten Weltkrieg das gesellschaftliche Zusammenleben, die Wirtschaft und die politische Kultur der Bundesrepublik geprägt hat. Damit verband sich ein Blick auf die Nachkriegsjahrzehnte, in dem Zuwanderung als wesentlicher Bestandteil der deutschen Geschichte sichtbar wurde.

Daran knüpfte der Besuch im Haus der Geschichte an, wo sich die Seminarinhalte in den größeren Zusammenhang der Entwicklung der Bundesrepublik einordnen ließen. Anhand der Exponate und unterschiedlicher Perspektiven auf die deutsche Nachkriegsgeschichte ging die Gruppe den Verflechtungen zwischen Einwanderung und gesellschaftlichem Wandel nach.

Mit der Stadtführung „Die Bonner Republik“ rückte die ehemalige Bundeshauptstadt selbst als Schauplatz politischer Geschichte in den Vordergrund. Der Rundgang zeichnete Bonns Umbrüche nach dem Zweiten Weltkrieg nach und widmete sich der Entstehung demokratischer Strukturen sowie ihrer Bedeutung für die deutsche Gesellschaft. So ergänzte die Erkundung der Stadt die Beschäftigung mit der Migrationsgeschichte um die politischen Rahmenbedingungen, unter denen sich das Zusammenleben in der Bundesrepublik gestaltete.

Die Verbindung dieser historischen und gesellschaftlichen Perspektiven stand im Zeichen des Multiplikatorengedankens: Das erworbene Wissen sollte über die Schulung hinaus in die soziale und ehrenamtliche Arbeit einfließen und dort weitergegeben werden. Einwanderungsgeschichte zu vermitteln bedeutet dabei, ihren Platz in der gemeinsamen Geschichte Deutschlands kenntlich zu machen.

Wir danken Daniel Weber und dem Team des Gustav-Stresemann-Instituts für die Zusammenarbeit, unseren Guides in den verschiedenen Einrichtungen für den informativen Input und natürlich der gesamten Gruppe für den Austausch!

Bildergalerie

Dies war ein Projekt des Referates Jugend, Bildung und Kultur unter der Leitung von Ilya Fedorov in Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut. Es wurde gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz..